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Die Vorsitzenden der Gambia-Afrika-Hilfe bemühen sich weiter um den Ausbaus des Centre for Recovery in Banjul

Nach dem furiosen Auftakt mit Entladung des Containers und staunendem Begutachten der Fortschritte im Centre waren die folgenden Tage vom außen- und innenpolitischen Geschehen in Gambia geprägt. Der direkte Ansprechpartner der Gambia-Afrika-Hilfe vor Ort, Banjuls Bürgermeister Samba Faal kam in Dauerstress. Taiwans Präsident Ma Ying-jeou kam mit einer 150-köpfigen Delegation zu einem 4-tägigen Staatsbesuch, bei dem es vor allem um wirtschaftliche Beziehungen, aber auch um Hilfe im Gesundheitswesen ging. Nach diesem Staatsakt war der neu gewählte senegalesische Präsident Macky Sall zu Gast. Hier waren die Programmpunkte der seit Jahrzehnten schwelende Konflikt in der Casamance und die politischen Verhältnisse in Mali. Anschließend leitete Faal als Vorsitzender eine Konferenz der Bürgermeister der Afrikanischen Hauptstädte in Nairobi. Trotz all dieser Geschehnisse gab es für Ruth Heinz und Gerhard Lemp genug zu tun. Schulgeld für übernommene Patenschaften wurden bezahlt, private Geschenke übergeben und Medikamente für das Health Centre Darsilami ausgeliefert. Weiter stand ein Besuch beim Gouverneur der Western Division in Brikama auf dem Programm. Gemeinsam mit Lamin Sanneh wurde die Gemeinde Manduar, die lange Zeit von der Gambia-Afrika-Hilfe unterstützt worden war, besucht. Das Health Centre ist zwar nach wie vor geschlossen, aber von Seite des Dorfes und seiner Ältesten gibt es große Bemühungen in Richtung Wiedereröffnung. Die Vorsitzenden der GAH erklärten die grundsätzliche Bereitschaft des Vereins ein von der Regierung betriebenes Health Center in Manduar zu unterstützen.

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Wer wir sind und was wir machen


Beinahe eine Milliarde Menschen unseres Globus leben unterhalb der sogenannten Armutsgrenze. Sie leiden unter Tuberkulose, Malaria, AIDS, verschmutztem Trinkwasser und chronischem Hunger. Alleine dieses Jahr werden acht Millionen dieser Menschen an vermeid- oder behandelbaren Krankheiten sterben; Umweltkatastrophen wie Wirbelstürme, extreme Dürreperioden und Erdbeben nicht eingerechnet.

dr_lemp

1999 verbrachten Dr. Gerhard Lemp und seine Frau Ruth Heinz ihren Urlaub in Gambia, einem der ärmsten Länder unseres Globus. Die dort herrschende Not ließ ihnen keine andere Wahl, als Hilfe anzubieten.

Ein Jahr später fuhren sie mit einem LKW durchs Land und verteilten gesammelte Spenden. Dinge, die bei uns Wegwerfartikel sind, waren dort heiß begehrt. Sie konnten mit eigenen Augen sehen, wie unser Überfluss in der Lage war, Lebens-qualität herzustellen, oder diese deutlich zu verbessern. Dieser Einsatz war nicht nur in Gambia von Interesse, auch in Deutschland wurde man auf die Hilfe aufmerksam.

Bis zum Jahr 2006 wurde erreicht, dass gespendete Hilfsgüter im Gesamtwert von etwa zwei Millionen Euro nach Gambia geflossen sind. 2005 organisierte Dr. Gerhard Lemp das erste Fußball-Freundschaftsspiel einer deutschen Dorfmannschaft gegen eine gambische Elf, die erste internationale Begegnung mit einem europäischen Team. Die Teilnehmer waren so begeistert, dass die Konsequenz dieses Aufenthaltes die Gründung des Vereins Gambia-Afrika-Hilfe e.V. war. Er ist mittlerweile vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt mit mehr als 260 aktiven Mitgliedern.

Aus der Satzung des Vereins
Wir sind der Überzeugung, dass Armut und viele Krankheiten wie Malaria vermeidbar sind und überwunden werden können. Unser Augenmerk richtet sich insbesondere
• auf die Behandlung und die Vermeidung von Krankheiten
• auf den Ausbau gesundheitsfördernder Maßnahmen, wie etwa den Sport
• auf Maßnahmen, die der Unversehrtheit und der Gleichstellung von Frauen dienen
• sowie der Ausbildung von Kindern und Erwachsenen, als Voraussetzung für die Entfaltung ihrer Fähigkeiten.

Unser Ziel ist die unbürokratische und uneigennützige Hilfe zur Selbsthilfe.

Aktualisiert (Dienstag, den 22. Februar 2011 um 09:53 Uhr)

 
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